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Lunch-Anlass: Betriebsbesichtigung Bertschinger AG

Im Juni 2026 hatten wir die spannende Gelegenheit hinter die Kulissen der Bertschinger AG zu blicken. Rund 50 Mitglieder des Wirtschaftsforums Wetzikon waren zu Gast am Firmensitz in Bubikon. Geschäftsführer Harry Letsch und Matthias Bertschinger stellten das Unternehmen vor und sprachen offen über Chancen, aber auch Risiken.


Bertschinger in Bubikon stösst an Grenzen des Wachstums

1975 als Einzelfirma gegründet, ist die Bertschinger AG auf mittlerweile 80 Mitarbeitende angewachsen. Am Donnerstagmittag waren rund 50 Mitglieder des Wirtschaftsforums Wetzikon zu Gast am Firmensitz in Bubikon. Geschäftsführer Harry Letsch und Matthias Bertschinger stellten das Unternehmen vor und sprachen offen über Chancen, aber auch Risiken.

Bertschinger sieht sich als Partner für jede Art von Bauen mit Holz: Neben der Schreinerei verfügt das Unternehmen über eine Zimmerei, über hauseigene Architekten, Projektleiter und Spezialisten für den Innenausbau – und zwar für Umbau wie für Neubauten. Von kleinen Reparaturen bis zum Bau eines Mehrfamilienhauses aus Holz reicht die Angebotspalette.

Gründer Urs Bertschinger hatte seine Nachfolgeregelung schon früh in Angriff genommen. Neben seinen drei Söhnen Patrick, Raphael und Matthias wurden auch mehrere langjährige Mitarbeiter zu Mitinhabern. Die neue Crew führte das Unternehmen nach Urs Bertschingers plötzlichem Herztod 2018 praktisch nahtlos weiter.

Mittlerweile stösst Bertschinger an die Grenzen des Wachstums. Das habe nichts mit der Nachfrage zu tun, sondern sei äusseren Umständen geschuldet, wie Harry Letsch erklärte. Die Firma kann ihre Liegenschaft im Industriegebiet Schwarz nicht erweitern. 

«Wir würden gerne bauen», sagte Letsch: «Aber das Land, das für eine Erweiterung am jetzigen Standort in Frage kommt, liegt in der Landwirtschaftszone.» Die Aussichten auf eine Umzonung sind gleich null. Trotzdem wollen Letsch und seine Geschäftsleitungskollegen am Standort Bubikon festhalten: «Wir können uns nur innerhalb der bestehenden Gebäudestrukturen entwickeln.»

Sandra Elliscasis, Präsidentin des Wirtschaftsforums und Wetziker Stadträtin, nahm den Ball auf und wies scherzhaft daraufhin, dass sich in Wetzikon bei Bedarf durchaus ein Plätzchen für das Unternehmen finden liesse.

Matthias Bertschinger stellte in seinem Referat die Bertschinger Immobilien AG vor und nannte eine eindrückliche Palette an realisierten Bauprojekten: darunter den Seidenturm oder das Projekt Hinterdorf in Dürnten oder auch das Mehrfamilienhaus Guldistud in Tann.

Die Schwierigkeit bei solchen Neubauten liege vor allem in den hohen Landpreisen in Verbindung mit dem eigenen Qualitätsanspruch, sagte Matthias Bertschinger: «Es ist eine Herausforderung, Wohnraum zu vernünftigen Preisen zu errichten.» 

Anschliessend an die beiden Referate folgte eine Betriebsbesichtigung in verschiedenen Gruppen, ehe der Lunch-Anlass des Wirtschaftsforums Wetzikon mit einem Apéro Riche und zahlreichen Gesprächen abgeschlossen wurde.

Herzlichen Dank dem beeindruckenden Bertschinger Team für die spannende Betriebsbesichtigung und die tolle Gastfreundschaft.