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Podiumsdiskussion «Neue Arbeitsmodelle»

Podiumsdiskussion «Neue Arbeitsmodelle» Donnerstag, 26.01.2023
Hotel Swiss-Star Wetzikon

Referenten
- Judith Schürmeyer,
COO GZO Spital Wetzikon
- Marco Rast,
Co-CEO Vision-Inside
- Mike Koller,
Filialleiter Workmanagement

Moderation: Michael Kaspar,
Chefredaktor ZO Medien AG

New Work steht für einen Veränderungsprozess in der Art, wie sich Menschen heute an Unternehmen binden, ihren Arbeitsort flexibilisieren, ihr Talent nutzen und sich verwirklichen. In einer Podiumsdiskussion lernen wir verschiedene Strategien und Modelle kennen und gehen der Frage nach, wie alltagstauglich angebliche Trends im Unternehmer-Alltag sind.

Sandra Elliscasis begrüsste am 26. Januar 2023 pünktlich um 18.30 Uhr etwas mehr als 50 Teilnehmer in der Oberlandhalle vom Hotel Swiss Star.

Dieser Anlass drehte sich um «Neue Arbeitsmodellen» und wurde im Rahmen eines Podiumsgesprächs durchgeführt. Michael Kaspar, Chef-Redaktor der ZO Medien AG, führte galant durch die Diskussionsrunde mit den drei Referenten Judith Schürrmeyer, Marco Rast und Mike Koller.

In einigen Fakten waren sich alle Referenten einig:

  • «Neue Arbeitsmodelle» ist als Prozess zu sehen, der niemals abgeschlossen ist.
  • Erfolgreiche und beliebte Unternehmen brauchen eine starke Team-Kultur und eine wertschätzende Führungs-Kultur.
  • Regelmässige Reflektion, Kommunikation und eine Offenheit für neue Wege sind unabdingbar.
  • Wo auch immer die Mitarbeitenden arbeiten, die Erreichbarkeit muss absolut gegeben sein.

Gerne fassen wir Ihnen die individuellen Aussagen und besonderen Erfahrungen der drei Key-Referenten zusammen:

Marco Rast, Co-CEO der Vision-Inside Wetzikon

  • Seit 18 Jahren wird bewusst am Thema «Team» gearbeitet. Die Firma hat eine klare Vision, die immer wieder reflektiert und thematisiert wird. Die Unternehmensziele sind auf 2026 ausgerichtet. Jeder Mitarbeitende kennt sie und man geht sehr offen mit Zahlen um. Vision und Ziele sind ein Leuchtturm, um die ganze Crew und auch neue Mitarbeitende auf den Weg mitzunehmen.
  • Home-Office ist rollen-basierend. Gewisse Teams haben Öffnungszeiten gegenüber dem Kunden, welche natürlich abgedeckt sein müssen. Sonst gibt es keine Regeln. Marco arbeitet regelmässig im Home-Office und lebt als CEO aktiv vor, dass Home-Office produktiv ist.
  • Die Führungs-Crew der Vision-Inside will wissen, was aus Sicht der Mitarbeiter gut läuft und was nicht. So werden regelmässige Umfragen durchgeführt. 
  • IT und Elektro-Installateure sind schwierig zu finden. Die Vision-Inside muss attraktiv bleiben. Aber auch für Benefits braucht es eine Strategie.

Judith Schürmeyer, COO vom GZO Spital Wetzikon

  • Die Sinn-Frage ist bei Mitarbeitenden in einem Spital geklärt. Das verleihe der Führung den Spirit, neue und auch unkonventionelle Wege zu gehen.
  • Dienstpläne werden möglichst drei Monate im Voraus erstellt.
  • Im Sommer 2022 wurde die 38-Stunden-Woche eingeführt. Mitarbeitende im 3-Schicht-System werden mit zusätzlicher Freizeit belohnt. In einer ersten Auswertung ist die Tendend von weniger Kurz-Zeit-Absenzen spürbar. Man sei auf dem Weg, dass sich die grosse Investition auszahle.
  • Die Leute sind primär wegen dem Team glücklich. Benefits alleine helfen nicht.
  • Zeit haben für den Mitarbeitenden, das Gefühl vermitteln «Ich nehme Dich wahr» und Humor seien sehr oft genannte Themen rund um eine wertschätzende Kultur.
  • Veränderungs-Prozesse sind pain-gebrieben. Wir schauen hin, wo es beim Personal «schmerzt». Wir versuchen zu reagieren, zu verbessern, zu vereinfachen. Wenn es «schmerzt» seien die Leute einfacher zu Veränderungen zu bewegen.
  • Es gab Zeiten, wo keine Bewerbungen mehr eingegangen sind. Jetzt kommen wieder welche. Das ermutige, dass man auf dem richtigen Weg ist.

Mike Koller, Filialleiter bei der Workmanagement AG:

  • Die WOMA legt grossen Wert auf eine gesunde Firmenkultur, die zum Arbeiten vor Ort animieren soll. Das Business ist sehr dynamik-getrieben. Wir pushen uns gegenseitig, treiben uns gegenseitig an und feiern Erfolge gemeinsam. 
  • Die WOMA hat bei den Personalberatern fixe Arbeitszeiten: 8 bis 12 und 13 bis 17.30 Uhr. Gerade neuen Mitarbeitenden gibt dies eine gewisse Struktur es verleiht dem  ganzen Team eine gute Dynamik.
  • Wir haben auch spezielle Benefits: im Februar wird unser WOMA Camper geliefert, der für das Arbeiten «on the road» genutzt werden kann.
  • Aber eine Firmenkultur kann nur bedingt mit Benefits aufgewertet werden. 

Abschliessend wurde von allen Podiumsgästen je ein Statement abgegeben, wohin die «new work» Reise gehe:

Judith Schürmeyer:

«Der Weg geht weiter und vorwärts. Es braucht innovative Gedanken, künstliche Intelligenz sei ein Thema und es werden sich neue Modelle entwickeln. Die demografische Entwicklung in der Schweiz zwingt uns auch dazu. Wir brauchen Lösungsansätze der Weg geht weiter und vorwärts.» 

Mike Koller:

«Es geht weiter. Trends werden uns beschäftigen, digitale Themen, aber auch strukturelle Themen werden wieder kommen und allenfalls auch wieder ältere Themen auf den Tisch bringen.»

Marco Rast:

«Unsere Firma hat eine gute DNA. In der Geschichte ist eine klare Entwicklung sichtbar. Bereits vor Corona haben wir auf Cloud-Lösungen gesetzt, Teams hat noch praktisch niemand gekannt. Viele Firmen sind im Prozess noch nicht weit fortgeschritten, die Pandemie hat auch überfordert und es ein gewisses Aufräumen angesagt. Den Menschen wird es weiter brauchen und das ist auch gut so.»

Nach der spannenden Diskussion wurde der reichhalte Apéro genossen. Herzlichen Dank an die Vision-Inside und GZO Spital Wetzikon für das Sponsoring. Die Anwesenden nutzten das Networking, um über das spannende Themenfeld zu debattieren und philosophieren.

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